MBB SG Manching II - SSV Schrobenhausen (29:29)

Die erste Herrenmannschaft der Schrobenhausener Handballer reiste am vergangenen Sonntag zu ihrer nächsten Partie bei der MBB SG Manching II. Die Auswärtsaufgabe bereitete den SSV-Herren mehr Probleme als im Vorfeld erwartet und so kamen diese nicht über ein 29:29 Unentschieden hinaus.

Nachdem es am vergangenen Wochenende die erste Niederlage in der Heimpartie gegen den TSV 1861 Mainburg II für die Schrobenhausenern setzte, erhofften sich diese nun in Manching wieder einen Erfolg feiern zu können. Die Partie gegen die Manchinger startete zunächst recht ausgeglichen. Beide Mannschaften kamen abwechselnd zum Torerfolg und erst nach knapp zehn gespielten Minuten konnten sich überraschenderweise erstmals die Manchinger einen zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten (5:3).

Die SSVler taten sich zu Beginn sichtlich schwer das Ruder in der Partie zu übernehmen und ließen die Gastgeber so zu vielen einfachen Abschlüssen kommen. Schließlich kamen sie zwar wieder an die Manchinger heran und erzielten dann auch die eigene Führung (7:8), jedoch stellte sich noch keine Sicherheit im Abwehr- sowie Angriffsspiel der Schrobenhausener ein. Dies verbesserte sich auch nicht bis zum Pausenpfiff, sodass die Partie weiterhin sehr ausgeglichen verlief und somit beim Stande von 15:15 die Seiten gewechselt wurden.

 In der Halbzeitansprache versuchte das Schrobenhausener Trainergespann Häusler/Sperrer ihre Mannschaft wachzurütteln und wiesen darauf hin, dass die gezeigte Leistung keinesfalls den bisher in dieser Saison gezeigten Vorstellungen glich. Die Mannschaft solle sich vor allem im Angriffsspiel die Zeit nehmen einen ordentlichen Spielaufbau zu betreiben. Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts blieb die Begegnung zunächst recht ausgeglichen. Die Spargelstädter taten sich vor allem mit den beiden Rückraumspielern auf der halblinken sowie halbrechten Angriffsposition schwer und griffen oft erst zu spät bei deren Abschlüssen ein, sodass auch Schlussmann Sebastian Scherer kaum eine Chance hatte. Erst nach 15 Minuten der zweiten Hälfte konnten sich die SSVler mit drei Toren in Folge etwas Luft verschaffen und konnten so zwischenzeitlich auf ein 23:20 davonziehen. Auch die vom Unparteiischen Markus Stempfhuber ausgesprochenen 2-Minuten-Strafen konnten die SSVler zunächst nicht in Unruhe verfallen lassen. Jedoch kamen die Gastgeber doch nochmals heran und konnten schließlich erneut den Spielstand ausgleichen (25:25). Die SSVler konnten zwar immer wieder mit einem Tor in Front gehen, die Manchinger hatten aber auch jedes Mal die passende Antwort zur Stelle.

30 Sekunden vor Ende der Partie konnten sich die Schrobenhausener noch einmal eine Führung zum 29:28 herausarbeiten – die Gastgeber jedoch nutzen mit einem schnellen Anwurf die noch ungeordnete SSV-Abwehr aus und konnten erneut ausgleichen. Jetzt waren sogar noch 15 Sekunden Zeit für die SSVler nochmals eine Antwort zu liefern, jedoch vertändelten diese den Ball im Aufbauspiel und so ergab sich durch einen schnellen Tempogegenstoß der Manchinger für diese durch einen freien Wurf aufs Tor sogar noch den Sieg einzufahren. Dies verhinderte nun aber noch SSV-Torhüter Sebastian Scherer, der mit einer glanzvollen Parade immerhin einen Punkt für die Schrobenhausener sicherte (29:29).

Am Ende mussten sich die SSVler sogar noch glücklich schätzen einen Punkt mit nach Hause nehmen zu können. In der Partie wäre aber deutlich mehr drin gewesen. Viel zu oft wurde das Angriffsspiel zu hektisch und überhastet abgeschlossen, was den Gastgebern aus Manching natürlich wiederum in die Karten spielte. Am kommenden Sonntag erwartet die Schrobenhausener in der heimischen Dreifachturnhalle die DJK Rohrbach. Auch wenn diese bisher lediglich einen Sieg feiern konnte, wird es eine konzentrierte Leistung benötigen um wieder einen Sieg einzufahren.

Für den SSV Schrobenhausen spielten bei der MBB SG Manching II:

Sebastian Scherer (im Tor), Manuel Lang (1), Fabian Tominac (3), Michael Ecker, Andreas Kappler (1), Philipp Pahlke, Andreas Häusler (6 + 2 verwandelte 7-Meter), Tobias Kreuzer (4), Alin Calin (1), Abdulhakim Rihabi (5), Ferdinand Huber (2), Dirk Miketta (4).